Einladung im "Alpenblick" vom 22. Oktober 2005

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Bild: Kommandant Albert Zurschmiede bedankt sich beim Ehepaar Stöckli für die Einladung.
Bild: Kommandant Albert Zurschmiede bedankt sich beim Ehepaar Stöckli für die Einladung.

Der etwas andere Einsatz

Feuerwehr Wilderswil rückt erneut aus

 

Zu einem ganz besonderen Einsatz durfte die Feuerwehr Wilderswil am letzten Samstag ausrücken. Die „Alarmierung“ erfolgte schon anfangs September durch die Familie Stöckli vom Hotel Alpenblick in Wilderswil.

 

Im Hotel Alpenblick wurde denn auch zur Tat geschritten: Für einmal war kein Feuer oder Wasser zu bekämpfen; Nein, es galt sich an Speis und Trank zu laben. Familie Stöckli, selber betroffene Brandopfer, wollten so der Feuerwehr ihren Dank aussprechen.

 

Die Feuerwehr Wilderswil hat ihr bisher wohl ereignisreichstes Jahr hinter sich. Im Frühjahr wollte eine Brandserie nicht abreissen. Zwei Grossbrände konnten nur in Zusammenarbeit mit den Feuerwehren Bödeli und Bönigen und mit viel Wasser bekämpft werden. Obwohl trotz des hohen Wasserverbrauchs in Wilderswil nie ein Engpass herrschte, kam am 22. August 2005 eine nicht bestellte, höchst unwillkommene Wassermenge an. Mit rund 300 Manntagen bekämpften die Feuerwehren Wilderswil und Gsteigwiler die Wasser- und Schlammmassen. Dennoch mussten sie, trotz Verlust eines Teils ihres Magazins und sehr viel Material, ihr Können in der Brandbekämpfung demonstrieren. Dazu rückte das Pikett, dem gut 20 Mann angehören, noch zusätzlich zu Einsätzen oder bei Fehlalarmen aus. Diese schnelle Ersteinsatztruppe arbeitet nach Möglichkeit unauffällig und ohne grossen Lärm. Jedoch für Grosseinsätze, die sich statistisch gesehen nur alle sechs Jahre wiederholen(?!), muss die ganze Feuerwehr mittels Sirene aufgeboten werden. Das dies in diesem Jahr besonders oft geschah, blieb auch der Wilderswiler Bevölkerung nicht verborgen. Trotz all der Unglücke und Unannehmlichkeiten durfte die Feuerwehr mehrheitlich Lob für ihr Wirken entgegennehmen. Auch diverse Spender wie Auto Balmer AG, Hotel Schönbühl, Heinz Balmer AG oder Private wie Bernhard Nufer wollten sich erkenntlich zeigen und den Feuerwehrmännern einen Imbiss gewähren. Diese Beiträge werden - in der Hoffnung, dass die statistischen Werte nicht ganz aus den Fugen geraten -, über die nächsten Jahre aufgeteilt.

 

Die samstägliche „Übung“ im Hotel Alpenblick wurde auf jeden Fall ebenfalls mit Bravour bestanden. Und auch hier, wie im Ernstfall, zeigte sich die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Gsteigwiler. Dennoch hofft die Feuerwehr Wilderswil auf ruhigere Zeiten. Was aber auch immer kommen mag: Kommandant Albert Zurschmiede kann auf jeden Fall auf seine Mannschaft zählen!